"Siehe, ich bin die Magd des Herrn"

Es geschah durch den demütigen Gehorsam der heiligen Jungfrau, dass Gott Mensch  geworden ist.

Und  das  Wort  ist  Fleisch geworden  und  hat  unter  uns  gewohnt,  und wir haben seine Herrlichkeit gesehen,  eine  Herrlichkeit des Eingeborenen des Vaters, voll der Gnade und Wahrheit.

Marias Antwort auf die Botschaft des Engels, ihr "Ja" ohne Zögern,  ist unser Vorbild der Heiligkeit. Der Glaube war die Tür und die Liebe der Schlüssel, der dem Heiligen Geist erlaubt,  sie mit der Kraft des Höchsten  zu  überschütten und große Dinge für sie zu tun.

Gott bittet uns nicht,  spektakuläre Taten zu vollbringen.  Es ist großartig zu glauben und zu lieben , manifestiert durch  Gehorchen auf  seinen  Willen , den er sucht.  er  sucht. Christus einziger Wunsch, seine  Nahrung,  war  es,  den  Willen  seines  Vaters  zu  tun.

Unser  Glaube  und  unsere  Liebe  werden  geprüft,  wenn unser Herr uns einlädt, ihm zu folgen und Gehorsam zu  üben,  was  manchmal  unserer  Art  des   Denkens  und  Wünschens  nicht  entspricht.

Gott  ist  die  Liebe.  Alles,  was  er  will,   fragt  und  uns  schenkt  ist  “ Liebe,  nichts  als  Liebe.’’   

Während des irdischen Lebens Christi  waren viele seiner Jünger empört, als er ihnen sagte, daß er selbst das wahre himmlische Brot  sei.

“Ich selbst bin das lebendige Brot,  der  ich vom Himmel herabgekommen bin…. Wenn jemand von diesem Brote isst, so wird er leben in Ewigkeit;  und das Brot, welches ich geben werde,  ist mein Fleisch für das Leben der Welt ", Jh 6:51.

Vugata, Jh. 6,67: “Von dieser Zeit an traten viele von seinen Jüngern zurück, und wandelten nicht mehr mit  ihm.’’

Wenn wir versuchen unserer Berufung nachzufolgen kann es sein, dass der Herr sich verhüellt, Schwierigkeiten oder schwer nachzuvollziehende Umstände legen sich uns in den Weg und es scheint unmöglich ihm zu folgen.

Bei  der  Erfüllung  unseres Gelübdes  zum  Gehorsam  werden wir gelegentlich   zur  Durchführung unangenehmer Aufgaben  gebeten  oder unerwünschte Situationen zu akzeptieren.

Ein lebendiger Glaube, gestärkt durch das Wort, das  Fleisch geworden ist, sieht Gott und Seine Vorsehung in allen Ereignissen des Lebens. Alles ist Gnade, ein Mittel zur Heiligkeit und Einheit mit Gott.

Vulgata in  Deutsch: "Da  sprach   Jesus zu den Zwölfen: Wollt  etwa  auch  ihr  weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Und  wir  haben  geglaubt  und  erkannt,  dass  Du  Christus,  der  Sohn  Gottes  bist.“

 

"Geh, verkaufe, was du hast"

Der reiche Jüngling im Evangelium war nicht eine Figur in einem Gleichnis, sondern eine historische Person.  Seine Begegnung mit Jesus,  sein persönliches Gespräch war  von Angesicht zu Angesicht. Christus blickte  ihn mit Liebe an  und sprach zu  ihm .

Seine Antwort war jedoch nicht eine des  Jubels  wie  bei  dem  Manne,  der den  verborgenen  Schatz in  seinem  Acker fand. Vielmehr ging er mit Kummer  weg,  weil er sich nicht von seinem Besitz befreien konnte .

Christus  versprach  ihm,  dass  sein  Schatz im himmlischen Königreich seines Vaters sei. Wegen seiner  Anhänglichkeit   an  seinem Reichtum konnte  er   dem Ruf  Unseres  Herrn  nicht  folgen: “…Komm  und  folge  Mir.’’

Die Dinge dieser Erde haben ihren Anfang in Gott, der  Quelle alles Guten. Unsere herrliche Welt spiegelt die Weisheit ihres Schöpfers  wider, die Schönheit des Wortes und der Liebe des Heiligen Geistes.

Die Schöpfung wurde  ins Dasein  gerufen und  wird   gehalten   von Gott,  der  das  reine  Sein  ist.

Indem  wir  unseren  Besitz  hinter  uns  lassen,  sind  wir  frei,  den  Einen   zu  suchen,  von  dem  alle guten  Dinge  kommen. Wir  setzen  unsere  Hoffnung  nicht  in  das  Zeitliche, sondern in das Ewige.

Durch unsere Gelübde der Armut setzen wir unser Vertrauen in Gott und in seine Verheißung zum ewigen Leben in seinem Reich.

". . .Wahrlich, ich sage euch. . . Jeder, der  sein Haus,  Brüder, Schwestern, Vater oder Mutter, Frau oder Kinder oder Äcker verlässt um meines Namens willen, wird Hundertfältiges empfangen und ewiges Leben erwerben. " Mt.19,28-29

Kämpfe begleiten oft das Loslassen von Dingen, die wir angesammelt haben.  Familie und Freunde hinter sich zu lassen, sind häufig die schwierigsten Leiden, die zu ertragen sind.

Der Schmerz der Trennung wird verstärkt, wenn diejenigen, die uns am nächsten stehen, uns nicht verstehen oder unsere Berufung  nicht  akzeptieren.

Ein noch größeres Kreuz ist es  abgelehnt oder verstoßen zu werden von denen, um die wir uns am meisten gekümmert haben.

Entschlossenheit,   auf  alles  zu  verzichten  und alle Versuchungen  aus  Liebe  zu  Gott  zu  ertragen , ist notwendig.

“Denn  unsere  gegenwärtige  Trübsal, die augenblicklich und  erträglich  ist, bewirkt eine überschwängliche, ewige, alles überwiegende  Herrlichkeit  in  uns,  wenn  wir  nicht  auf  das Sichtbare  schauen sondern  auf  das  Unsichtbare.  denn  das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber ist ewig.” (Text der Vulgata)

 

“Ihr Lieben, lasst uns einander lieben!"

Das Kloster wird zu Recht eine Schule der Nächstenliebe genannt . Christus, unsere Lehrer, zeigt uns den Weg, der  alle anderen übertrifft.

"Liebt einander, wie ich  euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als diese: dass er sein Leben für  seine  Freunde  hingibt." Jh 15,12-13

Durch unsere Gelübde,  unser  Verhalten  umzuwandeln,  versprechen wir fortwährend,  nach  der Vollendung  zu streben:  nach  vollkommener  Liebe zu Gott und  nach vollkommener Liebe zum Nächsten

In einer Gemeinschaft zu leben, gibt uns die Möglichkeit, einander zu dienen, sich gegenseitig zu respektieren und wohlwollend zueinander  zu  sein. Das Verlangen, sich selbst für das Wohl der anderen hinzugeben, wächst, wenn wir die opferbereite Liebe Christi nachahmen.

Rule St. Ben. Prol. 48 50 Niemand  wird  danach  gerichtet, wie er sich selbst beurteilt, sondern wie er  über  andere  richtet.

Wir wachsen in der Nächstenliebe und gegenseitiger Hochschätzung,  indem wir Christus selbst im anderen sehen.

Die gewöhnlichen Umstände des täglichen Lebens machen es möglich, aufrichtig zu reifen und demütig einander zu dienen in einer schwesterlichen Zuneigung und Liebe.

Wir lernen, einander in Geduld und Mitleid die Fehler und Schwächen des anderen zu ertragen, da jeder von Christus selbst geliebt und berufen wurde.

Als Einzelner und als Gemeinschaft arbeiten wir daran, langsam alle Hindernisse zu überwinden, um einander zu  lieben, wie Christus uns geliebt hat.

"Geliebte, wenn Gott uns geliebt hat, so müssen wir die gleiche Liebe  einander  schenken. . .  

Niemand hat Gott jemals  geschaut.  Doch wenn wir einander lieben,  so  bleibt  Gott  in uns, und seine Liebe ist in uns  vollkommen. "1. Jh 4,11-12

Indem wir auf die Gnade unseres Gelübdes der Umwandlung unseres Verhaltens antworten, reinigt uns  das Feuer der göttlichen Liebe von allem, was uns hindert, in der Liebe Gottes  uns  zu vereinen.

Unsere Nächstenliebe wird universal, so wie Gott universal ist. Wir lieben einander nicht aus menschlichen Motiven heraus, sondern rein übernatürlich.

Wir lieben mit der Liebe Gottes. Es ist die Liebe des Heiligen Geistes,   die in  uns  wirkt , die  die Welt verwandelt.

"Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen…..

Und  ich…. sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, vom  Himmel  herabsteigen von  Gott, bereitet wie eine Braut, die für ihren Bräutigam  geschmückt  ist . …  "Rev. 21:1-2

 

“Komm und folge Mir”

Eine religiöse Berufung ist ein besonderes Geschenk der Liebe.

Es ist ein Aufruf, sich selbst Gott ganz hinzugeben, der zuerst selbst  sich  uns ganz hingegeben  hat.

Darin  besteht  die  Liebe;  nicht  dass  wir  Gott  geliebt  haben,  sondern dass  er  uns  zuerst  geliebt   und  seinen  Sohn  gesandt  hat  als  Sühne  für unsere  Sünden.“ 1Jh 4,10

Es  ist  wichtig  für  jene,  die  den  Willen  Gottes  in  ihrem  Leben  zu verwirklichen  suchen, sich  an  einen  Ort  der  Stille  und  Einsamkeit  zurückzuziehen.

Die Hindernisse, die einer Antwort auf den Ruf Gottes im Wege stehen, müssen entfernt werden.

Alle vorgefassten Ideen, Pläne und Ängste über die eigene Zukunft müssen  zur  Ruhe kommen, so dass das sanfte Flüstern des Heiligen Geistes gehört werden kann.

      “Ich  will  sie  locken  und  in  die  Wüste  führen  und  zärtlich  zu  ihr  sprechen.’’

Diese Einladung zur Nachfolge Christi ist reine Gnade. Dieses Geschenk einer religiösen Berufung wurde im Moment der Taufe gegeben; die Saat gepflanzt, um in der Gnade zum ewigen Leben zu wachsen.

 St .Thomas Aquinas: Summa: "Das Gute der Gnade in der Seele ist größer als das Wohl der Natur im ganzen Universum.“

Das Wachsen  in die Vereinigung  und die  totale  Umwandlung  in die Ähnlichkeit mit dem Bräutigam, dem Sohn Gottes, ist das Ziel des religiösen Lebens.

Diese völlige Hingabe des eigenen Selbst wird in unserer Feierlichen Profess bestätigt.

"Und an jenem Tag, spricht der Herr,    sie werden  mich  nennen: Mein  Gemahl . . . Und ich werde  mich   für  immer zu dir  bekennen  . . in Liebe und Erbarmen. Hosea 2.10

Die eheliche Liebe zwischen Gott und dem, den er anblickt, liebt und ruft, spiegelt sich ganz besonders in unserem  Gelübde  der  Keuschheit  wieder.  

Der Wunsch, für Gott allein zu leben, entwickelt sich durch ein Leben, das rein an Leib und Herz  ist.

Der  Wille   ist,  Ihn  zu  bitten,  in  jedem  Bereich unseres Leben in der vollkomenen Liebe Gottes zu erblühen.

Wenn wir in der  Gegenwart  Gottes  leben, wird  unser  Leben wie  ein  Gebet ,  ein dauerndes Angebot  der  Liebe  und  Verehrung.

Wir  werden  Gott  lieben  mit  unserem  ganzen  Herzen,  mit  unserer  ganzen  Seele, mit all unserem Verstand  und mit  all  unserer  Kraft.

Dann   ….“werden  wir auf  dem  Weg  der  Gebote  Gottes  wandeln  und unsere  Herzen werden erfüllt sein  von  der  unaussprechlichen  Freude  der  Liebe.’’

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“Komme, Braut Christi”

Wir antworten auf Gottes Ruf und beginnen unsere Reise in fröhlicher Erwartung. Der Weg ist, wie es uns vorhergesagt wurde, manchmal sehr hart und schwierig  zu  beschreiten.

 

Oft befällt uns Angst. Zweifel ist uns ein ständiger Begleiter auf dem engen Weg den wir zu gehen haben. Die Liebe zu Christus veranlasst uns weiter zu marschieren. Niemals verlieren wir die Hoffnung auf sein uns gegebenes Versprechen.

 

“Sollte es jedoch aus wohlüberlegtem Grund etwas strenger zugehen, um Fehler zu bessern und die Liebe zu bewahren, dann lass dich nicht sofort von Angst verwirren und fliehe nicht vom Weg des Heils; er kann am Anfang nicht anders sein als eng. Wer aber im klösterlichen Leben fortschreitet, dem wird das Herz weit, und er läuft in unsagbarem Glück der Liebe den Weg der Gebote Gottes. Darum wollen wir uns seiner Unterweisung niemals entziehen und in seiner Lehre im Kloster ausharren bis zum Tod. Wenn wir so in Geduld an den Leiden Christi Anteil haben, dann dürfen wir auch mit ihm sein Reich erben.  Amen.’’  Die Regel des hl. Benedikt

 

Die Ganzhingabe an Christus ist notwendig, um ihm zu folgen und bis zu unsrem Tod treu ausharren zu können. Durch unser Gelübde der Beständigkeit versprechen wir, bis zum Ende unseres Lebens der Gemeinschaft treu zu bleiben, in der wir unsere Ewige Profess abgelegt haben.

 

Das Ende der engen Strasse wird durch die göttliche Gnade breit, wir werden  den Ruf unseres Herrn wieder hören, ihm zu folgen.

 

Komm Braut Christi und erhalte die Krone, welche der Herr für Dich bereitet hat von aller Ewigkeit her. Ritus der Ewigen Profess

 

Christus selber, die Auferstehung und das Leben ist unsere Krone. Er ist unser Ziel und unsere Belohung

 

Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet und den Glauben bewahrt. Nun liegt für mich der Siegeskranz der Gerechtigkeit für mich bereit, den mir der Herr an jenem Tage überreichen wird, der gerechte  Richter...... 2 Tim 4:7-8

 

Treu zu unserer Berufung sollen wir für immer mit Christus in seines Vaters Reich verweilen.

 

“Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten.   Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin”...... Jh 14:2-3

 

Dann werden wir Gottes von Angesicht zu Angesicht sehen. Der Schleier wird fallen, und wir werden uns selber erkennen und uns so lieben, wie wir geliebt werden. Wir werden Gott schauen und so sein wie er. Wir werden niemals ausschöpfen können die Tiefen der Liebe, der Barmherzigkeit, der Schönheit, der Wahrheit, der Weisheit, der Macht und des Wesens Gottes für alle Ewigkeit.

 

“ . . . sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.” 1 Corinthians 2:9

Abtei Frauenthal

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